NEWS


Dr. Stefan Köck und Dr. Christoph Wolf erhalten Honorarprofessuren

 

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien hat heute zwei Honorarprofessuren für Arbeits- und Sozialrecht an die Juristen Stefan Köck und Christoph Wolf verliehen. Die beiden sind Experten in arbeitsrechtlich und sozialrechtlich relevanten Themen und neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit auch wissenschaftlich als Fachleute anerkannt.

 

Köck und Wolf sind mit den Fächern Arbeitsrecht und Sozialrecht seit Jahrzehnten wissenschaftlich verbunden. Sie verfassten nicht nur ihre Dissertationen am Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien, sondern weisen eine quantitativ und qualitativ hochwertige Publikations- und Lehrtätigkeit auf, was Voraussetzung für die Verleihung der Lehrbefugnis als Honorarprofessor ist. Als Lehrbeauftragte und Prüfer unterstützen Sie das Institut für Arbeits- und Sozialrecht bereits seit mehreren Jahren.

 

Über Stefan Köck
Der in Wien geborene Stefan Köck ist Partner in der Kanzlei Greindl & Köck Rechtsanwälte. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien sowie an der Northwestern University School of Law in Chicago. Sein beruflicher Werdegang führte ihn zunächst an das Institut für Arbeitsrecht und Sozialrecht der Universität Wien und dann zur internationalen Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, mit der Spezialisierung im Bereich des Arbeitsrechts sowie des Gesellschaftsrechts und der Vertragsgestaltung, insbesondere bei Unternehmenskäufen und internationalen Transaktionen. Seit mehreren Jahren ist Köck auch führend in der Schriftleitung der wissenschaftlichen Zeitschrift für Arbeits- und Sozialrecht tätig.

 

Über Christoph Wolf
Christoph Wolf ist Partner in der Kanzlei CMS Reich-Rohrwig Hainz. Auch sein beruflicher Werdegang begann nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Wien am Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien und führte ihn in die Anwaltschaft. Er berät seit vielen Jahren in allen Bereichen gerichtlicher und außergerichtlicher Arbeitsrechtsangelegenheiten. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind neben dem Arbeitszeitrecht insbesondere das kollektive Arbeitsrecht und das europäische Antidiskriminierungsrecht. Seit vielen Jahren betreut er zahlreiche aus der staatlichen Verwaltung ausgegliederte Unternehmen. Darüber hinaus war und ist Wolf Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien, der Donau-Universität Krems sowie der Medizinischen Universität Wien.

Gastvortrag "People Analytics and the Gamification of Work" von Prof. Miriam Cherry/St. Louis School of Law

Auf Einladung des Instituts für Arbeits- und Sozialrecht fand am 14.6.2018 der Gastvortrag "People Analytics and the Gamification of Work" statt. 

Leading technology companies such as Google and IBM have recently started experimenting with “people analytics,” a new big data approach to human resources management. 

Data may help firms determine which candidates to hire, how to help workers improve job performance, and how to predict when an employee might quit or should be fired.In addition, people analytics could provide insights on issues like employee seating and more productive use of break times. Recently, computer games and quizzes have been proposed as a way to gather data about job candidates.  The argument in favor of these games is that it could result in an increase in merit-based hiring.Currently, however, the information that people analytics games collect from their users is largely a “black box.”  Users are not sure of the inputs, the measures, or how their actions in a game or quiz will affect their scores. The information gathered and what the apps will do with the information is difficult to discern. In her talk, Professor Cherry discussed people analytics and gamification, analyzing the legal, ethical, and privacy issues that arise in this new setting.

Unterlagen VO Sozialrecht

Die Vorlesungsunterlagen für die VO Sozialrecht von Prof. Brodil stehen ab jetzt zum Download bereit.

Nachruf für Univ.-Prof. Dr. Robert Rebhahn

 

Univ.-Prof. Dr. Robert Rebhahn, stellvertretender Vorstand unseres Instituts, ist nach längerer schwerer Krankheit verstorben.

Nach Ausbildung und Lehrtätigkeit an der JKU Linz, der Universität Klagenfurt und der Humboldt-Universität Berlin wurde er 2003 an die Universität Wien berufen. Trotz einer Berufung an die Universität Salzburg entschied er sich letztlich vor wenigen Jahren doch, an unserem Institut zu bleiben, wo er in Lehre und Forschung bis zuletzt tätig war.

Als Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Klagenfurt, als Mitglied der Kommission für wissenschaftliche Integrität und in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften hat Robert Rebhahn über viele Jahre wichtige Impulse gegeben; seine Mitarbeiter hat er mit großer Freude begleitet und in ihrer wissenschaftlichen Laufbahn gefördert. Vielfältige wissenschaftliche Interessen und eine breite Publikationstätigkeit prägten sein Leben; methodisch versiert und abwägend differenzierend hat er eine enorme Publikationsleistung erbracht, die ihn überdauern wird.

Im Institutsalltag, in dem er sehr präsent war, haben wir ein gutes Miteinander gefunden; in der bewundernswert ertragenen Konfrontation mit seiner Krankheit konnten wir bis wenige Tage vor seinem Tod  Gedanken über die Tätigkeit und Verantwortung im Leben eines Wissenschaftlers austauschen. Beeindruckend war seine Dankbarkeit dafür, nach dem zweiten Weltkrieg in Österreich geboren worden zu sein und friedliche Zeiten kontinuierlicher Wohlstandsentwicklung erlebt zu haben. Dass das Arbeits- und Sozialrecht dabei einen wichtigen Anteil hat, war ihm bewusst und begründete in ihm das Gefühl der Verpflichtung, seinen Teil zur Entwicklung des Faches beizutragen.

Obwohl wir die Entwicklung seiner Krankheit aus nächster Nähe verfolgt haben, war der Tod – nicht zuletzt in Anbetracht seiner wachen Hoffnung in den letzten Tagen – für uns überraschend: eine Erinnerung, wie wertvoll die Zeit ist, die uns gegeben ist!

Wir werden Robert Rebhahn ein ehrendes Andenken bewahren!

"Humans as a Service" - Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit Prof. Prassl (Oxford University)

Am Freitag 23.3.2018 fand im Sem 20 des Juridicum Wien die vom Institut für Arbeits- und Sozialrecht organisierte Veranstaltung "Humans as a Service - Chancen und Risiken der Arbeit in der Plattformökonomie" statt. Die Plattform- oder auch Gig-Economy verspricht uns die Möglichkeit, als KleinstunternehmerInnen flexibel und unabhängig unser Arbeitsleben zu gestalten. Die Realität jedoch ist oft eine andere, geprägt von Unsicherheit und kontrolliert vom algorithmischen Chef. Ist dies die Zukunft der Arbeit? Im Mitte April bei Oxford University Press erscheinenden Buch „Humans as a Service“ erforscht Prof. Jeremias Prassl (Magdalen College, Oxford University) die Chancen und Risiken der digitalen Arbeitswelt, und entwickelt das Modell einer fairen und innovativen Plattformökonomie.

Anschließend fand eine Podiumsdiskussion mit Mag.a Daniela Krömer (Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Arbeitsrecht bei CMS Reich-Rohrwig Hainz), Univ.-Prof. Mag. Dr. Nikolaus Forgó (Institut für Innovation und Digitalisierung im Rech, Universität Wien), Mag.a Sylvia Kuba (Spezialistin für Digitalisierung bei der AK Wien) und Dr. Fabian Stephany (Ökonom im Bereich Digitalisierung bei der Agenda Austria) statt in der die Thesen des Buches kommentiert und gemeinsam mit dem zahlreich erschienenen Publikum diskutiert wurden.