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Vorankündigung Konferenz‚ The Future of European Labour Law, 11.-12. November 2021, Dachgeschoß Juridicum

 

Vorankündigung:           Konferenz ‚The Future of European Labour Law‘

Wo:                                   Dachgeschoß Juridicum, Universität Wien

Beginn:                             Donnerstag, 11. November 2021, 12 Uhr

Ende:                                Freitag, 12. November 2021, 13 Uhr

 

Vortragende:

  • Catherine Barnard,
    Univers
    ity of Cambridge: Upside down and back to front: thinking about employment status
  • Sylvaine Laulom,
    Université Lumière Lyon 2, Avocate générale près la Cour de Cassation
    : Social Europe in Times of Covid
  • José María Miranda Boto,
    University of Santiago de Compostela
    : Free Movement after (?) Covid-19
  • Michal Bobek,
    Advocate General at the Court of Justice of the European Union
    : Are all Labour Rights Fundamental Rights? Horizontal Direct Effect of the Charter of Fundamental Rights of the EU
  • Jeremias Adams-Prassl,
    University of Oxford
    : Constitutionalising the Pillar of Social Rights
  • Łukasz Pisarczyk,
    University of Warsaw
    : European Framework Agreements. What Role of European Labour Law?


 

Respondenten:

Thomas Dullinger, Universität Wien;

Erika Kovács, WU Wien;

Diana Niksova, Paris-Lodron-Universität Salzburg;

Thomas Pfalz, Universität Klagenfurt;

Stephan Seiwerth, Universität zu Köln;

Stephan Witschen, Universität zu Köln

 

 

Tagungsleitung:

Elisabeth Brameshuber, Universität Wien, und Adam Sagan, Universität Bayreuth

 

 

 Detailliertes Tagungsprogramm, inklusive Details zur Anmeldung, folgt demnächst.

 

2. Österreichischer Moot Court Arbeitsrecht - Digitales Bundesfinale an der Universität Wien

Das Gewinner*innenteam der WU Wien - Larissa Baringer und Conrad Greiner

Die Finalistinnen der Universität Wien - Fiona Aschenbrenner und Christine Lanners

Am 21. Juni 2021 fand zum zweiten Mal das Bundesfinale des vom Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien initiierten und organisierten österreichweiten "Moot Court Arbeitsrecht" statt. Es handelt sich dabei um eine simulierte Gerichtsverhandlung, die es Studierenden der Rechtswissenschaften an Hand eines fiktiven Falles ermöglicht, die Rolle der klagenden und der beklagten Partei einzunehmen, Schriftsätze zu verfassen und vor einem Gericht zu plädieren.

 Zur Auswahl der am Bundesfinale teilnehmenden Teams haben die teilnehmenden Universitäten (Universität Innsbruck, Universität Salzburg, Universität Graz, Universität Linz, Universität Wien, Sigmund Freud Privatuniversität Wien und die Wirtschaftsuniversität Wien) im Zuge von Lehrveranstaltungen des Sommersemesters lokale Ausscheidungen durchgeführt, wobei die dort teilnehmenden Teams auch von Rechtsanwaltskanzleien betreut wurden, die so ihre praktischen Erfahrungen den Studierenden näherbringen. Nebeneffekt ist das Knüpfen von Kontakten für einen späteren Berufseinstieg – und für die Kanzleien ist das eine perfekte Möglichkeit, am Fach Arbeitsrecht besonders interessierte Studierende kennen und schätzen zu lernen. Der österreichweite Moot Court wurde von Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien (Martin Gruber-Risak, Universitätsprofessor, Stefan Köck, Honorarprofessor und Rechtsanwalt, sowie Katharina Figl, Universitätsassistentin) gemeinsam mit den Sozialpartnern AK Wien und WKO organisiert.

Die Aufgabenstellung für die Teilnehmer war ebenso anspruchsvoll wie aktuell: Es sollten Probleme langdauernder Arbeitskräfteüberlassung an eine Gemeinde vor dem Hintergrund des österreichischen und europäischen Rechts beurteilt werden.

Eigentlich war geplant das Bundesfinale, das schon beim ersten Durchgang 2020 coronabedingt digital stattfinden konnte, mit entsprechendem Rahmenprogramm dieses Jahr in Präsenz aller Teilnehmer*innen in Wien abzuhalten. Leider machte auch dieses Jahr die Covid-19-Pandemie der Planung einen Strich durch die Rechnung. Wie schon letztes Jahr war eine Absage keine Alternative und die mündlichen Plädoyers fanden wieder einmal nur online statt. Lediglich der hochkarätige Richter*innensenat, der einen Fünfersenat des Obersten Gerichtshofs in Arbeits- und Sozialrechtssachen (einschließlich zweier fachkundiger Laienrichter der Sozialpartner) nachbildet war, trat – mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen – in technisch perfekt ausgestatteten Sitzungsräumlichkeiten der AK Wien zusammen. Die Studierenden wurden per Videolink zugeschaltet.

In der Vorrunde am Vormittag des 21. Juni 2021 setzte sich dann das Team der Wirtschaftsuniversität Wien (Larissa Baringer und Conrad Greiner) sowie der Universität Wien (Fiona Aschenbrenner & Christine Lanners) durch ihre hervorragenden Plädoyers sowie die fundierte juristische Argumentation vor dem Moot Court-Senat durch. Das Finale am Nachmittag entschied dann das Team der Wirtschaftsuniversität Wien für sich, die schon letztes Jahr bis zum Finale kam. Der Preis für den besten Schriftsatz ging an den Gesamtzweiten, das Team der Universität Wien. Mit dem Preis für das beste Plädoyer wurden ex aeqo die Teams der Team Sigmund Freud Universität Wien (Markus Schober und Timo Schwandner) und der Universität Salzburg (Nicole Meisl und Julia Helminger) ausgezeichnet. Ein Sonderpreis für den besten Schriftsatz in prozessualer Hinsicht ging an die Universität Graz (Julia Feichtgraber  und Magdalena Mosleitner).

Es war ein äußerst spannendes Finale mit wirklich herausragenden Leistungen der Studierenden, die auch bei der digitalen Abhaltung bestens zur Geltung kamen. Lediglich das Sozialprogramm und das Feiern danach kam pandemiebedingt zu kurz. 2022 wird der Österreichische Moot Court Arbeitsrecht aber jedenfalls in die dritte Runde gehen und dann von einer anderen Universität gehostet werden.

Richter*innensenat

Gerhard Kuras
Senatspräsident des OGH, Honorarprofessor an der Universität Wien

Sieglinde Gahleitner
Rechtsanwältin, Mitglied des Verfassungsgerichtshofs, Honorarprofessorin an der Wirtschaftsuniversität Wien

Wolfgang Mazal
Universitätsprofessor an der Universität Wien

Wolfgang Kozak
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Ingomar Stupar
Wirtschaftskammer Österreich

Preise

Der Verlag Manz hat für die Gewinner (Finalisten, bester Schriftsatz, bestes Plädoyer) Sachpreise aus dem Bereich der juristischen Fachliteratur zugesagt.

STUDIERENDE DER UNIVERSITÄT WIEN LEITETEN ALS VORSITZENDE RICHTER*INNEN INTERNATIONALEN ARBEITSRECHT-MOOT-COURT

Das Team der Universität Wien: Viktoriia Slivak, Jasmin Pieper, Felicia Schartner und Hristina Talkova

Von 17. bis 19. Juni 2021 fand heuer zum 6. Mal in Folge die Hugo Sinzheimer Moot Court Competition statt. Dabei traten 13 internationale Teams, von Portugal bis Georgien, gegeneinander an, um aktuelle Themen des europäischen Arbeitsrechts in Form eines Prozessspiels zu diskutieren. Dieses Jahr standen Probleme bezüglich Arbeitszeit und dem Recht auf Nichterreichbarkeit, Kollektivvertragsangehörigkeit von Solo-Selbstständigen sowie Teleworking an der Tagesordnung. Wie schon letztes Jahr repräsentierte Österreich auch heuer dabei das Case Committee, welches für die Erstellung des zu verhandelnden Falles zuständig war. Die diesbezügliche Koordination wurde von Univ.-Prof. Mag. Dr. Elisabeth Brameshuber vorgenommen. Als Members of the Case Committee fungierten Hon.-Prof. Dr. Stefan Köck, ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Risak, Dr. Miriam Kullmann (WU), Felicia Kain, LL.M. (WU), Dr. Karin Buzanich-Sommeregger, Benedikt Sprinzl, LL.M. (beide Freshfields Bruckhaus Deringer) und Mag. Dr. Thomas Pfalz (Universität Klagenfurt). Pandemiebedingt fand auch die diesjährige Hugo Sinzheimer Moot Court Competition nicht wie geplant in Tiflis (Georgien) statt, sondern musste online ausgetragen werden, was die Aufgabe für die Studierenden nicht gerade erleichterte. Nichtsdestotrotz zeigte das Studierenden-Team der Universität Wien um Hristina Talkova, Jasmin Pieper, Felicia Schartner und Viktoriia Slivak ausgezeichnete Leistungen – sowohl in der rechtlichen Beurteilung als auch in der Verhandlungsführung. Die Studierenden waren nämlich wie bereits letztes Jahr in der Position der Student-Judges, die als Vorsitzende den bis zu 10-köpfigen Richter*innensenat leiten und anschließend ein Urteil fällen mussten. Alle vier Teilnehmer*innen konnten dabei die bewertenden Richter*innen von ihren fachlichen als auch sprachlichen Kompetenz in besonderem Ausmaß überzeugen. Als Siegerin des österreichischen Teams ging dabei Hristina Talkova hervor, der wir auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gratulieren wollen. Betreut wurden die Kandiat*innen durch das Team Brameshuber, allen voran von Elisabeth Bartmann, LL.M. (WU), Julia Heindl, LL.M. (WU), Philipp Ondrejka, LL.M. (WU), Niklas Ludvik und Martin Bernard.

Ausschreibung HR-Talent Jurist*in

 

Weitere Informationen zur Stelllenausschreibung der DLE Personalwesen und Frauenförderung finden sie hier.

 

 

Team der Universität Wien verfasst besten Schriftsatz und gewinnt 2. Platz des ÖMC Bundesfinale 2021!

Dr. Andreas Tinhofer, Christine Lanners, Fiona Aschenbrenner, Mag. Lukas Wieser (v.l.n.r)

Im Bundesfinale des 2. Österreichischen Moot Courts aus Arbeitsrecht konnte sich das Team der Universität Wien, bestehend aus Fiona Aschenbrenner und Christine Lanners, behaupten und hat im Finale den hervorragenden 2. Platz erreicht. Zusätzlich haben Sie den Preis für den besten Schriftsatz gewonnen und konnten sich in dieser Kategorie somit gegen sämtliche teilnehmende Universitäten durchsetzen. Wir gratulieren zu dieser großartigen Leistung!

Betreut wurde das Team der Universität Wien von Dr. Andreas Tinhofer, LL.M. (Exeter) und Mag. Lukas Wieser, LL.M. (IELPO) der Kanzlei Zeiler Floyd Zadkovich. Wir bedanken uns für die hervorragende Betreuung!

Prof. Elisabeth Brameshuber, Helena Palle, LL.M. (WU) und Mag. Magdalena Lenglinger

 

 

 

2. Österreichischer Moot Court Arbeitsrecht

Team Aschenbrenner/Lanners gewinnt Juridicum-Vorausscheidung für den 2. Österreichischen Moot Court Arbeitsrecht

Am 25.05.2021 fand die Vorausscheidung für die Teilnahme am Bundesfinale des 2. Österreichischen Moot Court Arbeitsrecht via Videokonferenz statt. Vier Teams verfassten dafür unter Anleitung der Rechtsanwaltskanzleien jeweils eine außerordentliche Revision und eine Revisionsbeantwortung an den OGH zu einem Sachverhalt mit komplexen Problemen der Arbeitskräfteüberlassung. Die Teams traten in zwei spannenden Verhandlungen gegeneinander an und brachten in den Plädoyers ihre Argumente vor. Auf Basis der Schriftsätze sowie der Performance in den mündlichen Verhandlungen ging das Team Aschenbrenner/Lanners, betreut von Zeiler Floyd Zadkovich, als Gewinner hervor und darf somit das Juridicum beim Bundesfinale am 21.06.2021 vertreten. Wir gratulieren recht herzlich zu diesem Erfolg!

Ebenso dürfen wir auch dem Team Vanessa Binder und Kristina Baumann (betreut von CMS Reich-Rohrwig Hainz), dem Team Laura Birkner und Prablin Cheema (betreut von Freimüller/Obereder/Pilz) und dem Team Bernhard Tremel und Hannah Elisa Wex (betreut von Freshfields Bruckhaus Deringer) zu Ihren beeindruckenden Leistungen gratulieren.

Wir bedanken uns vielmals bei den Betreuer*innen aus den Kanzleien (insbesondere Mag. Dominik Stella, Dr. Miriam Mitschka, Dr. Michael Haider, Benedikt Sprinzl, LL.M, Mag. Leonhard Prasser, Dr. Andreas Tinhofer und Mag. Lukas Wieser) sowie den Richtern für Ihren Einsatz. Fiona Aschenbrenner und Christine Lanners wünschen wir viel Erfolg beim Bundesfinale!

 

Elisabeth Brameshuber, Helena Palle und Magdalena Lenglinger

Hans Schmitz Gesellschaft - Tagung Traunkirchen 2021

Sehr geehrte*r Interessent*innen!
Die Tagung in Traunkirchen findet heuer in Präsenz und Online per Livestream vom 20.5. - 21.5.2021 zum Thema "Rechtsfragen des Entgelts" statt.

Vorträge dazu werden gehalten von:
Prof. Dr. Adam SAGAN, Universität Bayreuth
Univ.-Ass. Dr. Thomas PFALZ, Universität Klagenfurt
MMag.a Dr.in Diana NIKSOVA, Universität Salzburg
Ao.Univ.-Prof. Dr. Michael FRIEDRICH, Universität Graz
Univ.-Prof. Dr. Johannes HEINRICH, Universität Klagenfurt

Sollten Sie an einer Onlineteilnahme (Tagungsgebühr € 100,-) noch Interesse haben, dann senden Sie bitte eine Email an: michaela.kaipl-reinfeld@univie.ac.at. Sie wird Ihnen die Einladung zusenden.

Dissertationspreis 2021

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der diesjährige von der Hans-­Schmitz-­Gesellschaft gestiftete Dissertationspreis Dr. Thomas Dullinger für seine Dissertation „Arbeitsrechtliche Relevanz religiöser Bedürfnisse“ verliehen wurde.

Die Jury war beeindruckt von der umfassenden dogmatischen Arbeit, in der Dr. Dullinger Problemstellungen, die sich aus dem Aufeinandertreffen religiöser Arbeitnehmer einerseits und einer christlich und/oder säkular geprägten Arbeitsorganisation andererseits ergeben, untersucht hat.

Wir gratulieren herzlich!

Hugo Sinzheimer Moot Court Competition 2021

Aktuelle Informationen zur Ausrichtung

Trotz ungewisser Prognosen für Veranstaltungen im nächsten Jahr freut es uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Hugo Sinzheimer Moot Court Competition 2021 jedenfalls stattfinden wird. Man darf sich also weiterhin auf eine spannende Veranstaltung in Tiflis freuen. Falls diese nicht möglich sein sollte, wird der Moot Court wie bereits 2020 online abgehalten werden. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, beachten Sie bitte die Anmeldefrist für den Kurs European Labour and Social Security Law (KU 030234), der eine Voraussetzung für die Teilnahme am Moot Court darstellt, als auch die weiteren Informationen:

Plakat zu Hugo Sinzheimer Moot Court Competition 2021

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an philipp.ondrejka@univie.ac.at.

WFK „Diversity/Equality - Management von Vielfalt“

Fortsetzung Wahlfachkorb „Diversity/Equality - Management von Vielfalt“

Wir freuen uns, dass das von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal und der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien (AK Wien) erstellte Projekt „Wahlfachkorb Diversity/Equality - Management von Vielfalt“ in den Studienjahren 2020/21 und 2021/22 fortgesetzt werden kann. Dank einer Förderzusage der AK können die Lehrveranstaltungen des WFK daher auch in den kommenden Semestern angeboten werden. Auch der Erwerb eines Zertifikats für externe Teilnehmer*innen ist weiterhin möglich. Nähere Informationen zum Lehrveranstaltungsangebot finden Sie hier und im Vorlesungsverzeichnis.

Moot Courts 2021

Aktuelle Informationen zu den Moot Courts

STUDIERENDE DER UNIVERSITÄT WIEN FUNGIERTEN BEI INTERNATIONALEM ARBEITSRECHT-MOOT-COURT ALS VORSITZENDE RICHTER

Das Team der Universität Wien: Niklas Ludvik, Irina Goronja, Barbara Heinzl und Martin Bernard

Am 19. Juni 2020 fand heuer zum 5. Mal in Folge die Hugo Sinzheimer Moot Court Competition im Bereich des europäischen Arbeitsrechts statt. Dieses Jahr repräsentierte Österreich dabei das Case Committee und war somit für die Erstellung des zu verhandelnden Falles zuständig. Die diesbezügliche Koordination wurde von Univ.-Prof. Mag. Dr. Elisabeth Brameshuber vorgenommen. Als Head of Case Committee fungierten Hon.-Prof. Dr. Stefan Köck und ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Risak; als Richterinnen neben Martin Risak Dr. Karin Buzanich-Sommeregger (Freshfields Bruckhaus Deringer) und Felicia Kain, LL.M. (WU). Corona-bedingt fand die diesjährige Hugo Sinzheimer Moot Court Competition nicht in Tiflis (Georgien) statt, sondern wurde online als „light“ Version via Videokonferenz ausgetragen. Nichtsdestotrotz zeigte das diesjährige Moot-Court-Team der Universität Wien, bestehend aus Martin Bernard, Irina Goronja, Barbara Heinzl und Niklas Ludvik, erfolgreich sein profundes Wissen im europäischen Arbeitsrecht. Die Studierenden bekleideten dieses Jahr die Position sogenannter Student-Judges, die als Vorsitzende des Richtersenats die Verhandlungsführung innehatten und anschließend ein Urteil fällen mussten. Gegenstand der Verhandlung waren rechtliche Probleme bezüglich Datenschutz im Arbeitsverhältnis, Algorithmen im Arbeitsalltag sowie Teleworking. In ihrer Rolle als Student-Jugdes traten die Studierenden dieses Jahr nicht gegen die anderen europäischen Teams an, sondern mussten sich untereinander beweisen. Dabei hinterließen alle vier Teilnehmer einen überaus positiven Eindruck bei den bewertenden Richter*innen. Als Sieger ging dabei schlussendlich Herr Martin Bernard hervor, dem an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gratuliert sei. Betreut wurde das Team vom Lehrstuhl Brameshuber, allen voran von Elisabeth Bartmann, LL.M. (WU), Julia Heindl, LL.M. (WU) und Philipp Ondrejka, LL.M. (WU) .

Hans-­Schmitz-­Gesellschaft

Dissertationspreis 2020

Wir freuen uns mitzuteilen, dass der diesjährige von der Hans-­Schmitz-­Gesellschaft gestiftete Dissertationspreis
Dr. Florian Hörmann
für seine Dissertation „Teilzeitdiskriminierung in Kollektivverträgen“ verliehen wurde.
Die Jury war beeindruckt von der umfassenden empirischen Arbeit, in der Dr. Hörmann ca 60 repräsentativ ausgewählte Kollektivverträge verschiedener Gewerkschaften und Branchen auf Teilzeitbenachteiligungen untersucht hat und dem anschließenden analytisch-dogmatischen Teil, in dem Dr. Hörmann typische Diskriminierungsmuster in den Kollektivverträgen aufzeigen und Lösungsansätze präsentieren konnte.
Wir gratulieren herzlich!

1. Österreichischer Moot Court Arbeitsrecht - Digitales Bundesfinale am 22. Juni 2020

Das Siegerteam der SFU Wien: Chiara-Maria Brazda und Maximilian Hofbauer

Die Zweitplazierten der WU Wien: Marta Glowacka (Coach), Christoph Hördinger, Julia Höllwarth und Peter Schöffmann (Coach)

Am 22. Juni 2020 fand erstmals das Bundesfinale des vom Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien initiierten und organisierten österreichweiten "Moot Court Arbeitsrecht" statt. Es handelt sich dabei um eine simulierte Gerichtsverhandlung, die es Studierenden der Rechtswissenschaften an Hand eines fiktiven Falles ermöglicht, die Rolle der klagenden und der beklagten Partei einzunehmen, Schriftsätze zu verfassen und vor einem Gericht zu plädieren. Er ist zudem eine Premiere: Bislang gab es ähnliche Wettbewerbe zwar in anderen Fächern, nicht aber im Arbeitsrecht.

Zur Auswahl der am Bundesfinale teilnehmenden Teams haben die teilnehmenden Universitäten (Universität Innsbruck, Universität Salzburg, Universität Graz, Universität Wien, Sigmund Freud Privatuniversität Wien und die Wirtschaftsuniversität Wien) im Zuge von Lehrveranstaltungen des Sommersemesters lokale Ausscheidungen durchgeführt, wobei die dort teilnehmenden Teams auch von Rechtsanwaltskanzleien betreut wurden, die so ihre praktischen Erfahrungen den Studierenden näherbringen. Nebeneffekt ist das Knüpfen von Kontakten für einen späteren Berufseinstieg – und für die Kanzleien ist das eine perfekte Möglichkeit, am Fach Arbeitsrecht besonders interessierte Studierende kennen und schätzen zu lernen. Der österreichweite Moot Court wurde von Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien (Martin Risak, Stefan Köck und Thomas Dullinger) gemeinsam mit den Sozialpartnern AK Wien und WKO organisiert.

Die Aufgabenstellung für die Teilnehmer war ebenso anspruchsvoll wie aktuell: Es sollte die Gültigkeit einer arbeitszeitrechtlichen Betriebsvereinbarung vor dem Hintergrund des österreichischen und europäischen Rechts sowie des Kollektivvertrags beurteilt werden – es ging dabei um Fragen des 12-Stunden-Tags, um verkürzte Ruhezeiten und um religiöse Feiertage.

Eigentlich sollte das Bundesfinale mit entsprechendem Rahmenprogramm in Wien stattfinden – doch dann machte die Covid-19-Pandemie der Planung einen Strich durch die Rechnung. Eine Absage war aber keine Alternative, hatten doch bereits alle Beteiligten viel Arbeit investiert. So wurde umgeplant, und die mündlichen Plädoyers fanden nun online statt, nur der hochkarätige Richter*innensenat, der einen Fünfersenat des Obersten Gerichtshofs in Arbeits- und Sozialrechtssachen (einschließlich zweier fachkundige Laienrichter der Sozialpartner) nachbildet, trat – mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen – in der Bibliothek des Instituts für Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Wien zusammen (Bild). Die Studierenden wurden per Videolink zugeschaltet.

 In der Vorrunde am Vormittag des 22. Juni 2020 setzte sich dann das Team der Sigmund Freud Privatuniversität (Chiara-Maria Brazda und Maximilian Hofbauer - Bild)  sowie der Wirtschaftsuniversität Wien (Julia Höllwarth und Christoph Hördinger - Bild) durch ihre hervorragenden Plädoyers sowie die fundierte juristische Argumentation vor dem Moot Court-Senat durch. Das Finale am Nachmittag entschied dann das Team der Sigmund Freud Privatuniversität für sich, das auch mit den Preis für das beste Plädoyer ausgezeichnet wurde. Der Preis für den besten Schriftsatz ging an den Gesamtzweiten, das Team der WU Wien. Es war ein äußerst spannendes Finale mit wirklich herausragenden Leistungen der Studierenden, die auch bei der digitalen Abhaltung bestens zur Geltung kamen. Lediglich das Sozialprogramm und das Feiern danach kam ein wenig zu kurz. Das soll, so die Covid-19-Maßnahmen es dann zulassen, im Herbst bei einem gemeinsamen Heurigen aller Teilnehmer*innen und Coaches in Wien nachgeholt werden. Und 2021 wird der Österreichisches Moot Court Arbeitsrecht dann in die zweite Runde gehen.

 

Betreuende Anwaltskanzleien:

Sigmund Freud Privatuniversität Wien
KÖRBER-RISAK Rechtsanwalts GmbH

Universität Graz
Rechtsanwaltskanzlei Klein & Wuntschek 
Rechtswanwaltskanzlei Leitner & Hirth

Universität Innsbruck:
Rainer Rück Rechtsanwälte
Burmann Wallnöfer Suitner Auer Rechtsanwälte
Greiter Pegger Kofler Rechtsanwälte
CHG Rechtsanwälte

Universität Salzburg
Siemer-Siegl-Füreder & Partner Rechtsanwälte
Hosp/Hegen Rechtsanwaltspartnerschaft 

Universität Wien
Eisenberger & Herzog Rechtsanwalts GmbH
Freimüller Obereder Pilz Rechtsanwälte
CMS Reich Rohrwig Hainz (mehrfach)

Wirtschaftsuniversität Wien
Herbst Kinsky Rechtsanwälte GmbH

 

Richter*innensenat:

Gerhard Kuras
Senatspräsident des OGH, Honorarprofessor an der Universität Wien

Sieglinde Gahleitner
Rechtsanwältin, Mitglied des Verfassungsgerichtshofs, Honorarprofessorin an der Wirtschaftsuniversität Wien

Walter Schrammel
emeritierter Universitätsprofessor an der Universität Wien

Wolfgang Kozak
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Ingomar Stupar
Wirtschaftskammer Österreich

 

Preise: Der Verlag Manz und der Verlag Österreich haben für die Gewinner (Finalisten, bester Schriftsatz, bestes Plädoyer) Sachpreise aus dem Bereich der juristischen Fachliteratur zugesagt.

  

1. Österreichischer Arbeitsrechts-Moot Court

Team Kattinger-Kurtaran gewinnt Juridicum-Vorausscheidung für den 1. Österreichischen Arbeitsrechts-Moot Court

Am 26.5.2020 fand via Videokonferenz die Vorausscheidung für die Teilnahme am Bundesfinale des 1. Österreichischen Arbeitsrechts-Moot Court statt. Vier Teams traten in zwei Verhandlungen gegeneinander an. Auf Basis der Schriftsätze sowie der Performance in den Verhandlungen ging knapp das Team Alexander Kattinger-Ornella Kurtaran, betreut von der Kanzlei Eisenberger & Herzog, als Gewinner hervor und darf somit das Juridicum beim Bundesfinale am 22.6.2020 vertreten. Der zweite Platz ging an das Team Lukas Happenhofer-Lisa Hartlieb (betreut von CMS Reich-Rohrwig-Hainz), die Plätze 3 und 4 an Antonia Stubbe-Anton Würflingsdobler (betreut von Freimüller Obereder Pilz) sowie Eda Ertugrul-Markus Feneberger (betreut von CMS Reich-Rohrwig-Hainz).

Wir gratulieren ganz besonders dem Gewinner-Team, aber auch allen anderen Teilnehmer*innen zu Ihren beeindruckenden Leistungen und bedanken uns vielmals bei den BetreuerInnen aus den Kanzleien (insbesondere Dr. Karolin Andréewitch, Mag. Dominik Stella, Dr. Michael Haider und Mag. Mirjam Holuschka) sowie den Richtern für Ihren Einsatz. Alexander Kattinger und Ornella Kurtaran wünschen wir viel Erfolg beim Bundesfinale!

Team Brameshuber