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Dissertationspreis 2022

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der diesjährige von der Hans-Schmitz-Gesellschaft gestiftete Dissertationspreis zwei PreisträgerInnen für ihre hervorragenden Dissertationen verliehen wird.

Dr. Verena Zwinger wird der Dissertationspreis für ihre Dissertation „Europäische Sozialverwaltung – Die Verwaltungskommission für die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit nach VO 883/2004“ verliehen. Ihre Arbeit ist europaweit eine der ersten Arbeiten, die sich mit der Funktion und der Rechtsnatur der Verwaltungskommission für die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit auseinandersetzt. Die Jury war beeindruckt von der grundlegenden Untersuchung einer bis dato wenig behandelten, aber für die Praxis höchstrelevanten Thematik.

Dr. Thomas Mathy wird der Dissertationspreis für seine Dissertation „Minderheitsrechte im Betriebsrat“ verliehen. Seine Arbeit beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen der Einbindung der Minderheit in die Vertretungsarbeit des Betriebsrates und der dadurch entstehenden Gefahr der Beeinträchtigung der Wirksamkeit der Interessenvertretungstätigkeit durch Widerstand dieser Minderheiten und behandelt ebenfalls ein bisher wenig beachtetes Thema. Dabei war die Jury von der umfassenden Erforschung der Frage, insbesondere der Beachtung der unionsrechtlichen und völkerrechtlichen Aspekte, beeindruckt.

Beide Arbeiten behandeln bisher wenig beachtete Fragestellungen und leisten damit einen grundlegenden Beitrag für Wissenschaft und Praxis. Daher hat sich die Jury in diesem Jahr dazu entschieden, zwei Arbeiten mit dem Dissertationspreis der Hans-Schmitz-Gesellschaft auszuzeichnen.

Wir gratulieren herzlich!

 

 

2. Österreichischer Moot Court Arbeitsrecht - Digitales Bundesfinale an der Universität Wien

Das Gewinner*innenteam der WU Wien - Larissa Baringer und Conrad Greiner

Die Finalistinnen der Universität Wien - Fiona Aschenbrenner und Christine Lanners

Am 21. Juni 2021 fand zum zweiten Mal das Bundesfinale des vom Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien initiierten und organisierten österreichweiten "Moot Court Arbeitsrecht" statt. Es handelt sich dabei um eine simulierte Gerichtsverhandlung, die es Studierenden der Rechtswissenschaften an Hand eines fiktiven Falles ermöglicht, die Rolle der klagenden und der beklagten Partei einzunehmen, Schriftsätze zu verfassen und vor einem Gericht zu plädieren.

 Zur Auswahl der am Bundesfinale teilnehmenden Teams haben die teilnehmenden Universitäten (Universität Innsbruck, Universität Salzburg, Universität Graz, Universität Linz, Universität Wien, Sigmund Freud Privatuniversität Wien und die Wirtschaftsuniversität Wien) im Zuge von Lehrveranstaltungen des Sommersemesters lokale Ausscheidungen durchgeführt, wobei die dort teilnehmenden Teams auch von Rechtsanwaltskanzleien betreut wurden, die so ihre praktischen Erfahrungen den Studierenden näherbringen. Nebeneffekt ist das Knüpfen von Kontakten für einen späteren Berufseinstieg – und für die Kanzleien ist das eine perfekte Möglichkeit, am Fach Arbeitsrecht besonders interessierte Studierende kennen und schätzen zu lernen. Der österreichweite Moot Court wurde von Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien (Martin Gruber-Risak, Universitätsprofessor, Stefan Köck, Honorarprofessor und Rechtsanwalt, sowie Katharina Figl, Universitätsassistentin) gemeinsam mit den Sozialpartnern AK Wien und WKO organisiert.

Die Aufgabenstellung für die Teilnehmer war ebenso anspruchsvoll wie aktuell: Es sollten Probleme langdauernder Arbeitskräfteüberlassung an eine Gemeinde vor dem Hintergrund des österreichischen und europäischen Rechts beurteilt werden.

Eigentlich war geplant das Bundesfinale, das schon beim ersten Durchgang 2020 coronabedingt digital stattfinden konnte, mit entsprechendem Rahmenprogramm dieses Jahr in Präsenz aller Teilnehmer*innen in Wien abzuhalten. Leider machte auch dieses Jahr die Covid-19-Pandemie der Planung einen Strich durch die Rechnung. Wie schon letztes Jahr war eine Absage keine Alternative und die mündlichen Plädoyers fanden wieder einmal nur online statt. Lediglich der hochkarätige Richter*innensenat, der einen Fünfersenat des Obersten Gerichtshofs in Arbeits- und Sozialrechtssachen (einschließlich zweier fachkundiger Laienrichter der Sozialpartner) nachbildet war, trat – mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen – in technisch perfekt ausgestatteten Sitzungsräumlichkeiten der AK Wien zusammen. Die Studierenden wurden per Videolink zugeschaltet.

In der Vorrunde am Vormittag des 21. Juni 2021 setzte sich dann das Team der Wirtschaftsuniversität Wien (Larissa Baringer und Conrad Greiner) sowie der Universität Wien (Fiona Aschenbrenner & Christine Lanners) durch ihre hervorragenden Plädoyers sowie die fundierte juristische Argumentation vor dem Moot Court-Senat durch. Das Finale am Nachmittag entschied dann das Team der Wirtschaftsuniversität Wien für sich, die schon letztes Jahr bis zum Finale kam. Der Preis für den besten Schriftsatz ging an den Gesamtzweiten, das Team der Universität Wien. Mit dem Preis für das beste Plädoyer wurden ex aeqo die Teams der Team Sigmund Freud Universität Wien (Markus Schober und Timo Schwandner) und der Universität Salzburg (Nicole Meisl und Julia Helminger) ausgezeichnet. Ein Sonderpreis für den besten Schriftsatz in prozessualer Hinsicht ging an die Universität Graz (Julia Feichtgraber  und Magdalena Mosleitner).

Es war ein äußerst spannendes Finale mit wirklich herausragenden Leistungen der Studierenden, die auch bei der digitalen Abhaltung bestens zur Geltung kamen. Lediglich das Sozialprogramm und das Feiern danach kam pandemiebedingt zu kurz. 2022 wird der Österreichische Moot Court Arbeitsrecht aber jedenfalls in die dritte Runde gehen und dann von einer anderen Universität gehostet werden.

Richter*innensenat

Gerhard Kuras
Senatspräsident des OGH, Honorarprofessor an der Universität Wien

Sieglinde Gahleitner
Rechtsanwältin, Mitglied des Verfassungsgerichtshofs, Honorarprofessorin an der Wirtschaftsuniversität Wien

Wolfgang Mazal
Universitätsprofessor an der Universität Wien

Wolfgang Kozak
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Ingomar Stupar
Wirtschaftskammer Österreich

Preise

Der Verlag Manz hat für die Gewinner (Finalisten, bester Schriftsatz, bestes Plädoyer) Sachpreise aus dem Bereich der juristischen Fachliteratur zugesagt.

WFK „Diversity/Equality - Management von Vielfalt“

Fortsetzung Wahlfachkorb „Diversity/Equality - Management von Vielfalt“

Wir freuen uns, dass das von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal und der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien (AK Wien) erstellte Projekt „Wahlfachkorb Diversity/Equality - Management von Vielfalt“ in den Studienjahren 2020/21 und 2021/22 fortgesetzt werden kann. Dank einer Förderzusage der AK können die Lehrveranstaltungen des WFK daher auch in den kommenden Semestern angeboten werden. Auch der Erwerb eines Zertifikats für externe Teilnehmer*innen ist weiterhin möglich. Nähere Informationen zum Lehrveranstaltungsangebot finden Sie hier und im Vorlesungsverzeichnis.

1. Österreichischer Moot Court Arbeitsrecht - Digitales Bundesfinale am 22. Juni 2020

Das Siegerteam der SFU Wien: Chiara-Maria Brazda und Maximilian Hofbauer

Die Zweitplazierten der WU Wien: Marta Glowacka (Coach), Christoph Hördinger, Julia Höllwarth und Peter Schöffmann (Coach)

Am 22. Juni 2020 fand erstmals das Bundesfinale des vom Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien initiierten und organisierten österreichweiten "Moot Court Arbeitsrecht" statt. Es handelt sich dabei um eine simulierte Gerichtsverhandlung, die es Studierenden der Rechtswissenschaften an Hand eines fiktiven Falles ermöglicht, die Rolle der klagenden und der beklagten Partei einzunehmen, Schriftsätze zu verfassen und vor einem Gericht zu plädieren. Er ist zudem eine Premiere: Bislang gab es ähnliche Wettbewerbe zwar in anderen Fächern, nicht aber im Arbeitsrecht.

Zur Auswahl der am Bundesfinale teilnehmenden Teams haben die teilnehmenden Universitäten (Universität Innsbruck, Universität Salzburg, Universität Graz, Universität Wien, Sigmund Freud Privatuniversität Wien und die Wirtschaftsuniversität Wien) im Zuge von Lehrveranstaltungen des Sommersemesters lokale Ausscheidungen durchgeführt, wobei die dort teilnehmenden Teams auch von Rechtsanwaltskanzleien betreut wurden, die so ihre praktischen Erfahrungen den Studierenden näherbringen. Nebeneffekt ist das Knüpfen von Kontakten für einen späteren Berufseinstieg – und für die Kanzleien ist das eine perfekte Möglichkeit, am Fach Arbeitsrecht besonders interessierte Studierende kennen und schätzen zu lernen. Der österreichweite Moot Court wurde von Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien (Martin Risak, Stefan Köck und Thomas Dullinger) gemeinsam mit den Sozialpartnern AK Wien und WKO organisiert.

Die Aufgabenstellung für die Teilnehmer war ebenso anspruchsvoll wie aktuell: Es sollte die Gültigkeit einer arbeitszeitrechtlichen Betriebsvereinbarung vor dem Hintergrund des österreichischen und europäischen Rechts sowie des Kollektivvertrags beurteilt werden – es ging dabei um Fragen des 12-Stunden-Tags, um verkürzte Ruhezeiten und um religiöse Feiertage.

Eigentlich sollte das Bundesfinale mit entsprechendem Rahmenprogramm in Wien stattfinden – doch dann machte die Covid-19-Pandemie der Planung einen Strich durch die Rechnung. Eine Absage war aber keine Alternative, hatten doch bereits alle Beteiligten viel Arbeit investiert. So wurde umgeplant, und die mündlichen Plädoyers fanden nun online statt, nur der hochkarätige Richter*innensenat, der einen Fünfersenat des Obersten Gerichtshofs in Arbeits- und Sozialrechtssachen (einschließlich zweier fachkundige Laienrichter der Sozialpartner) nachbildet, trat – mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen – in der Bibliothek des Instituts für Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Wien zusammen (Bild). Die Studierenden wurden per Videolink zugeschaltet.

 In der Vorrunde am Vormittag des 22. Juni 2020 setzte sich dann das Team der Sigmund Freud Privatuniversität (Chiara-Maria Brazda und Maximilian Hofbauer - Bild)  sowie der Wirtschaftsuniversität Wien (Julia Höllwarth und Christoph Hördinger - Bild) durch ihre hervorragenden Plädoyers sowie die fundierte juristische Argumentation vor dem Moot Court-Senat durch. Das Finale am Nachmittag entschied dann das Team der Sigmund Freud Privatuniversität für sich, das auch mit den Preis für das beste Plädoyer ausgezeichnet wurde. Der Preis für den besten Schriftsatz ging an den Gesamtzweiten, das Team der WU Wien. Es war ein äußerst spannendes Finale mit wirklich herausragenden Leistungen der Studierenden, die auch bei der digitalen Abhaltung bestens zur Geltung kamen. Lediglich das Sozialprogramm und das Feiern danach kam ein wenig zu kurz. Das soll, so die Covid-19-Maßnahmen es dann zulassen, im Herbst bei einem gemeinsamen Heurigen aller Teilnehmer*innen und Coaches in Wien nachgeholt werden. Und 2021 wird der Österreichisches Moot Court Arbeitsrecht dann in die zweite Runde gehen.

 

Betreuende Anwaltskanzleien:

Sigmund Freud Privatuniversität Wien
KÖRBER-RISAK Rechtsanwalts GmbH

Universität Graz
Rechtsanwaltskanzlei Klein & Wuntschek 
Rechtswanwaltskanzlei Leitner & Hirth

Universität Innsbruck:
Rainer Rück Rechtsanwälte
Burmann Wallnöfer Suitner Auer Rechtsanwälte
Greiter Pegger Kofler Rechtsanwälte
CHG Rechtsanwälte

Universität Salzburg
Siemer-Siegl-Füreder & Partner Rechtsanwälte
Hosp/Hegen Rechtsanwaltspartnerschaft 

Universität Wien
Eisenberger & Herzog Rechtsanwalts GmbH
Freimüller Obereder Pilz Rechtsanwälte
CMS Reich Rohrwig Hainz (mehrfach)

Wirtschaftsuniversität Wien
Herbst Kinsky Rechtsanwälte GmbH

 

Richter*innensenat:

Gerhard Kuras
Senatspräsident des OGH, Honorarprofessor an der Universität Wien

Sieglinde Gahleitner
Rechtsanwältin, Mitglied des Verfassungsgerichtshofs, Honorarprofessorin an der Wirtschaftsuniversität Wien

Walter Schrammel
emeritierter Universitätsprofessor an der Universität Wien

Wolfgang Kozak
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Ingomar Stupar
Wirtschaftskammer Österreich

 

Preise: Der Verlag Manz und der Verlag Österreich haben für die Gewinner (Finalisten, bester Schriftsatz, bestes Plädoyer) Sachpreise aus dem Bereich der juristischen Fachliteratur zugesagt.