Tagung: Aktuelle Entwicklungen im Kündigungsrecht

Am 23. Juni 2026 fand die von Univ.-Prof. Dr. Erika Kovács organisierte Tagung „Aktuelle Entwicklungen im Kündigungsrecht“ statt. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgten für einen regen Austausch.

Die ersten beiden Vorträge widmeten sich dem wachsenden Einfluss des Unionsrechts auf das Kündigungsrecht: Den Auftakt machte Prof. Dr. Rüdiger Krause (Georg‑August‑Universität Göttingen) mit „Kündigung wegen Krankheit versus Diskriminierungsverbot aufgrund Behinderung“. Im Anschluss beleuchtete Univ.-Prof. Dr. Erika Kovács (Universität Wien) die Begründungspflichten bei Kündigungen.

Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt und die damit verbundene Möglichkeit, Tätigkeiten ortsunabhängig zu erbringen, stellen das klassisch territorial gedachte Kündigungsschutzrecht vor erhebliche Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund widmete sich Univ.-Prof. Mag. Dr. Elisabeth Brameshuber (Universität Wien) dem Kündigungsschutz bei grenzüberschreitenden Sachverhalten.

Noch vor dem Mittagessen gab Mag. Wolfgang Schuster‑Kramer (Präsident, Arbeits‑ und Sozialgericht Wien) einen Überblick über die aktuelle Judikatur zum Kündigungsschutzrecht.

Am Nachmittag hätte der erste Vortrag gut das Motto „Individualisierungsbedarf versus Schutzbedürftigkeit bei Kündigungen“ tragen können: Univ.-Prof. Dr. Christoph Kietaibl (Wirtschaftsuniversität Wien) diskutierte die vertragliche Gestaltung des Kündigungsschutzes und ihre Grenzen.

Die letzten beiden Vorträge widmeten sich zwei Themen, die in der Praxis regelmäßig über Sieg oder Niederlage in arbeitsrechtlichen Streitigkeiten entscheiden – den formalen und zeitlichen Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich das materielle Kündigungsrecht überhaupt erst entfalten kann: RA Hon.-Prof. Dr. Stefan Köck, LL.M. (Greindl & Köck RA GmbH/Universität Wien) behandelte Zugang und Formpflichten bei der Kündigung. Den Abschluss bildete RA MMag. Dr. Andrea Potz (CMS Reich‑Rohrwig Hainz Rechtsanwälte GmbH) mit der Verfristung im Kündigungsrecht.

Das Programm kann hier aufgerufen werden.

Conference: "Collective Bargaining in the Shadow of the Law" — 11 May 2026

The Institute for Labour and Social Law at the University of Vienna, in cooperation with the University of Luxembourg, hosted a one-day conference on 11 May 2026 at the University Campus (Old Chapel), bringing together leading academics and practitioners from across Europe. Exactly six months after the CJEU's landmark judgment in C-19/23 — in which the Court confirmed that the core provisions of the Adequate Minimum Wage Directive 2022/2041 are compatible with Article 153 TFEU — the conference examined the structural legal conditions for collective bargaining in EU Member States and the Directive's practical impact. The event was opened by Prof. Elisabeth Brameshuber (University of Vienna), followed by a keynote by Prof. Luca Ratti (University of Luxembourg) on the dynamics of regulating minimum wages and collective bargaining in Europe.

Panel 1: Experiences in the Member States — Collective Bargaining "in the Shadow of the Law", chaired by Prof. Franz Marhold (European Committee of Social Rights and WU Vienna), brought together country-specific perspectives from across Europe. Prof. Elias Felten (University of Salzburg) presented on Austria, Ass.-Prof. Vincenzo Pietrogiovanni (University of Southern Denmark) addressed Denmark and Italy, Prof. Sophie Robin-Olivier (University of Paris 1 Panthéon-Sorbonne) reported on France, and Prof. Jenny Julen Votinius (Lund University) covered Sweden.

Panel 2: How to Strengthen Collective Bargaining in the Future?, chaired by Prof. Elisabeth Brameshuber, focused on present developments and future measures at both national and EU level. Dr. Torsten Müller (ETUI) examined the Action Plans under Article 4(2) AMWD and their effects, Ass.-Prof. Łukasz Pisarczyk (University of Silesia, Katowice) presented on the implementation of Directive 2022/2041 in Poland and Anaïs Clarissa Gradinger, MA (European Commission, DG Employment) outlined the EU Commission's roadmap for strengthening collective bargaining at EU level.

The conference provided a vibrant forum for cross-border scholarly and policy dialogue, underscoring the University of Vienna's commitment to advancing the understanding of European labour law at a pivotal moment for the future of collective bargaining in Europe.

Photos from the conference as well as the full programme are available here (photos) and here (programme).

Conference "Collective Bargaining in the Shadow of the Law"

The Institute for Labour and Social Law at the University of Vienna, in cooperation with the University of Luxembourg, invites participants to the conference “Collective Bargaining in the Shadow of the Law.”

Exactly six months after the CJEU’s judgment in C-19/23, where the Court held that most parts of the Adequate Minimum Wage Directive 2022/2041 were in conformity with Article 153 TFEU, the conference with one keynote and two panels aims at shedding light on the structural legal prerequisites for collective bargaining in the Member States as well as on the Directive’s influence on collective bargaining in the Member States. Particular attention is paid on future measures, including at EU-level.

Date: 11 May 2026, 12.30 - 18.30 pm

Location: University Campus, Old Chapel (on-site only)

Registration: Please register here until 3 May 2026 (limited number of participants)

Further information and the detailed programme can be found here.

53. Tagung: AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN IN DER KRANKENVERSICHERUNG

Am 7. und 8. Mai 2026 fand die 53. Tagung des Instituts für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien gemeinsam mit der Hans-Schmitz-Gesellschaft erstmals in Wien im Dachgeschoss des Juridicums statt.

Unter dem Generalthema „Aktuelle Herausforderungen der Krankenversicherung“ standen bei einer Rekordzahl an Anmeldungen spannende Vorträge und angeregte Diskussionen im Mittelpunkt. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mosler referierte zu den Neuerungen im Vertragspartnerrecht, Univ.-Ass.in Dr.in Birgit Schrattbauer zu aktuellen Fragen der Heilmittelversorgung. Univ.-Prof. Dr. Reinhard Resch widmete sich (potenziellen) Auswirkungen von ELGA auf das Arzthaftungsrecht. Univ.-Prof.in Dr.in Diana Niksova beleuchtete aktuelle Herausforderungen beim Großgeräteplan, wobei Ausgangspunkt die Frage nach dem Anspruch auf Kostenerstattung bei unangemessen langen Wartezeiten auf MR-Untersuchungen war. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal schließlich stellte die ganz grundlegende Frage nach den Grenzen der Sachleistungspflicht.

Ein gemeinsamer Heurigenbesuch, unterstützt durch den Verlag Linde, gab darüber hinaus Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Die Publikation der Tagungsbeiträge erfolgt in Heft 4/2026 der SozSi.

Zum Tagungsprogramm sowie ausgewählten Impressionen der Veranstaltung.

17. Wiener Oktobergespräche 2025

SVS-Gipfelgespräche "Mit Sicherheit selbständig"

Im Rahmen der Wissenschaftskooperation „Sozialversicherungsrecht der Selbständigen 2030: Impulse de lege ferenda“ findet am 27. März 2025 ab 14 Uhr eine wissenschaftliche Tagung statt zum Thema „Mit Sicherheit selbständig – Österreichs soziale Absicherung im EU-Vergleich“. Dabei handelt es sich um das erste so genannte Gipfelgespräch, eine neue Veranstaltungsreihe der SVS.

Ort: Sozialversicherung der Selbständigen, Wiedner Hauptstraße 84-86, 1051 Wien, 8. Stock

Anmeldung: per Mail an kundeninteraktion@svs.at, Betreff: Gipfelgespräche

Nähere Informationen sowie das detailliere Programm finden Sie hier.

Praxisseminar „Berufsrecht der Gesundheitsberufe“

Im Rahmen der Wissenschaftskooperation „Sozialversicherung – Universität Wien“ lädt das Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien gemeinsam mit dem Dachverband der Sozialversicherungsträger ein zum         Praxisseminar „Berufsrecht der Gesundheitsberufe“ am 18. März 2025.

Ort: Juridicum Dachgeschoß (Schottenbastei 10-16, 1010 Wien)

Anmeldung: per E-Mail an office.brameshuber.ar@univie.ac.at bis 28. Februar 2025

Nähere Informationen sowie das detaillierte Programm finden Sie hier.

9. wissenschaftliches Kolloquium der Vereinigung für Arbeitsrechtswissenschaft

Von 3.-4. Oktober 2024 fand das 9. wissenschaftliche Kolloquium der Vereinigung für Arbeitsrechtswissenschaft – erstmals außerhalb Deutschlands – an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, organisiert von Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Brameshuber, statt.

Nach der Eröffnung durch den Sprecher des Vorstands, Prof. Dr. Rüdiger Krause, und Dekanin Univ.-Prof. Dr. Brigitta Zöchling-Jud diskutierten knapp 40 Teilnehmer:innen intensiv über die Themen „Entgeltgleichheit der Geschlechter und Entgelttransparenz“, „Entgeltgleichheit und Entgeltdifferenzierung im Recht der Leiharbeit“ und „Auf dem Weg zu angemessenen Mindestlöhnen in der Europäischen Union?“.

Die entsprechenden Referate hielten Univ.-Prof. Dr. Susanne Auer-Mayer (Wirtschaftsuniversität Wien), Prof. Dr. Martin Maties (Universität Augsburg) und Prof. Dr. Achim Seifert (Universität des Saarlandes). Dank gebührt der Stadt Wien und der Universität Wien für das Sponsoring des gemeinsamen Abendessens im Wiener Rathauskeller.

Adequate Minimum Wages in the EU – International Conference


Save the Date: 13.06.-14.06.2024, Universität Luxemburg in Kooperation mit Universität Wien 

Wir möchten Sie hiermit einladen, sich den Termin für unsere internationale Konferenz zum Thema "Angemessene Mindestlöhne in der EU" vorzumerken, die am Donnerstag, 13. und Freitag, 14. Juni 2024 an der Universität Luxemburg stattfinden wird. Die Konferenz wird sich mit dem Kontext der Richtlinie über angemessene Mindestlöhne befassen und deren Verständnis vertiefen. Dabei werden ihre weiteren Auswirkungen auf die Zukunft des Arbeitsrechts in der EU bewertet, auch im Lichte der Rechtssache C-19/23, Dänemark/Parlament und Rat, die noch vor dem EuGH anhängig ist. Im Zuge der Veranstaltung wird auch das Buch „The EU Directive on Adequate Minimum Wages. Context, Commentary and Trajectories“ (Hart Publishing, erscheint am 21. März 2024, herausgegeben von Ratti/Brameshuber/Pietrogiovanni) präsentiert. Näheres finden sie im Programm.

Sorgfalt in der Lieferkette

Menschenrechte, Umweltschutz und die Rechte von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen stehen im Mittelpunkt einer Tagung, die das Institut für Arbeits- und Sozialrecht gemeinsam mit der Rechtsfakultät der Kyoto-Universität vom 11.-13.9.2023 im Dachgeschoß des Juridicums veranstaltet.

Eine Richtlinie der EU, deren Endfassung derzeit ausverhandelt wird, wird europäische Unternehmen zur Sorgfalt in der Beachtung von Menschenrecht-, Umwelt- und Arbeitsrechtsfragen verpflichten: Die Gestaltung von Lieferketten ist nicht nur ein logistisches Problem, sondern in einer globalisierten Welt für die Lebensbedingungen aller Menschen wesentlich.

Die Tagung findet im Rahmen der seit mehr als 30 Jahren bestehenden Kooperation zwischen der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universitäten Wien und der Kyoto-Universität sowie des strategischen Partnerschaftsabkommens statt, das zwischen der Universität Wien und der Kyoto-Universität seit 2019 besteht.

Die Vorträge finden in deutscher oder englischer Sprache statt; die Teilnahme ist kostenlos. Das Programm finden Sie hier. Die Präsentationsunterlagen können Sie hier downloaden.

15. Wiener Oktobergespräche 2023

Am 19. und 20. Oktober fanden im Dachgeschoss des Wiener Juridicums bereits zum 15. Mal die Wiener Oktobergespräche statt. Unter der Leitung von ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Brodil (Universität Wien) referierten Haupt- und Co-Referenten zu insgesamt 5 Themenkomplexen. Unter dem Titel "Verpfeifer, Pfeifen und Verpfiffene - Kontrolle als arbeitsrechtliche Querschnittsmaterie" trugen unter anderem RA Dr. Jens Winter (cms-rrh), Ra Mag. Leonhard Prasser (Freshfields Beruckhaus Deringer), RA Hon.-Prof. Dr. Stefan Köck (Universität Wien) sowie Mag. Sophie Schwertner (Universität Wien), RA Dr. Klara Kiehl (Schönherr) oder Mag. Helene Schnabl (Universität Wien) vor. Unterstützt wird die Tagung traditionell von Schönherr Rechtsanwälte GmbH, Engelbrecht Rechtsanwalts GmbH und dem Verlag MANZ.

Konferenz‚ The Future of European Labour Law, 11.-12. November 2021, Dachgeschoß Juridicum

Wo:                                   Dachgeschoß Juridicum, Universität Wien

Beginn:                             Donnerstag, 11. November 2021, 12 Uhr

Ende:                                Freitag, 12. November 2021, 13 Uhr

Vortragende:

  • Catherine Barnard,
    University of Cambridge: Upside down and back to front: thinking about employment status
  • Sylvaine Laulom,
    Université Lumière Lyon 2, Avocate générale près la Cour de Cassation: Social Europe in Times of Covid
  • José María Miranda Boto,
    University of Santiago de Compostela: Free Movement after (?) Covid-19
  • Michal Bobek,
    Advocate General at the Court of Justice of the European Union: Are all Labour Rights Fundamental Rights? Horizontal Direct Effect of the Charter of Fundamental Rights of the EU
  • Jeremias Adams-Prassl,
    University of Oxford: Constitutionalising the Pillar of Social Rights
  • Łukasz Pisarczyk,
    University of Warsaw: European Framework Agreements. What Role of European Labour Law?

 

Respondenten:

Thomas Dullinger, Universität Wien;

Erika Kovács, WU Wien;

Diana Niksova, Paris-Lodron-Universität Salzburg;

Thomas Pfalz, Universität Klagenfurt;

Stephan Seiwerth, Universität zu Köln;

Stephan Witschen, Universität zu Köln

 

Tagungsleitung:

Elisabeth Brameshuber, Universität Wien, und Adam Sagan, Universität Bayreuth

Tagungsprogramm

Poster

St. Lambrecht

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal verantwortet als wissenschaftlicher Leiter der Gesellschaft für Zukunftssicherung und Altersvorsorge mehrere Veranstaltungen verschiedener Formate (Denkräume, Denkforum), und veranstaltet insbesondere jährlich die Denkwerkstatt St. Lambrecht.

12. Wiener Oktobergespräche


Zum Thema Arbeitsstrafrecht

17. und 18. Oktober 2019, Universität Wien - Juridicum - Weitere Informationen: